Konzepte der pädagogischen und unterrichtlichen Arbeit

Unter diesem Überbegriff finden Sie einige Beiträge zu den pädagogischen Konzepten unserer Schule.

Die Leitgrundsätze formulieren pädagogische Haltungen, die wir als Lehrer dieser Schule  im Umgang mit den uns anvertrauten Schülern beherzigen wollen. Dies gelingt nicht immer, nicht immer vollständig, manchmal mit weniger Enthusiasmus, aber immerhin es sind die Grundsätze, die wir in unser Schulprogramm geschrieben haben und die Grundlage für die tägliche Arbeit sind.

Die Zusammensetzung der Schüler hat sich im Laufe der Jahre stark verändert.

Der Anteil von Kindern mit sogenannten „genetisch bedingten" Behinderungen, wie z.B. das sog. "Down‑Syndrom" ist deutlich gesunken. Zugenommen hat hingegen:

Der Anteil der schwerstbehinderten Schüler/innen. Er bewegte sich an unserer Schule im Schuljahr 06/07 bei ca. 35% der Gesamtschülerzahl. Dabei ist eine Zunahme der Kinder mit besonders schweren bis schwersten Behinderungen in der Kombination Geistige Behinderung und Körperbehinderung zu beobachten.

Gleichzeitig nimmt der Anteil der Schüler/innen zu, die neben der geistigen Behinderung in ihrer unterschiedlichen, jeweils spezifischen Ausprägung, z.T. gravierende Verhaltensauffälligkeiten und psychische Deformationen zeigen. Diese Verhaltensauffälligkeiten, in Verbindung mit einer manifesten geistigen Behinderung führen zu einer Klientel an Schüler/ innen, die so und besonders in diesem Ausmaß, an der Schule für Geistigbehinderte doch weitgehend unbekannt war und die uns vor ganz neue Herausforderungen stellt. ‑ Nicht zuletzt auch deshalb, weil die anderen Schüler/ innen diesen Schüler/ innen auf der Beziehungs‑ oder gruppendynamischen Ebene nichts entgegenzusetzen haben, oft hilflos sind und in der Folge selbst mit Verhaltenssauffälligkeiten reagieren.

Vermehrt werden Kinder gemeldet, die im Grenzbereich zur Lernbehinderung liegen. Oft sind es Ausländer‑ oder Zuwandererkinder, mit massiven Defiziten in der deutschen Sprache und großen Sozialisationsproblemen: Sie müssen sich orientieren und zurechtfinden in einem Land, dessen Kultur nicht die ihrer Eltern ist (und die ihnen deshalb nur wenig Hilfe beim Lernen dieser Kultur bieten können). Ein Land, in dem sie groß werden und das (eigentlich) ihre Heimat werden soll oder ihre Heimat ist, in das sie hineinwachsen als „Wanderer zwischen den Kulturen". Ein Land, das gerade diesen Kindern mit ihren stark eingeschränkten kognitiven Möglichkeiten immer noch (zu) wenig Hilfe bietet in einem Schulsystem, das sich nicht genügend auf diese Kinder einstellen kann und die deshalb nicht nur „Wanderer zwischen den Kulturen" sind, sondern oft auch noch "zwischen allen Stühlen sitzen".

Diese veränderte Zusammensetzung der Schüler erforderte auch eine Änderung in den unterrichtlichen Konzepten und der Schulorganisation. Ergebnis sind die Einrichtung von altersgemischten Familienklassen und die Einrichtung eines Trainings- und Inselraumes.

Aber auch die besondere Förderung von Schülern mit autistischen Verhaltensweisen und die Einführung und Arbeit mit Gebärden und der unterstützenden Kommunikation sind mittlerweile in der pädagogischen Arbeit der Schule konzeptionell verankert.

Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
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