A wie Anfang bis Z wie Zeugnisse
- Aller Anfang ist schwer
- Arbeitsgemeinschaften
- Band
- Berufsschulpflicht
- Bluesbrothers
- Borbeck
- Combo Kunterbunt
- Computer
- Differenzierung
- Ehemalige
- Eltern
- Feiern
- Gechichte der Schule
- Ganztagsschule
- Hausmeister
- Homepage
- Informationen für Eltern von Schulanfängern
- Informationen für PraktikantInnen
- Johann-Traugott-Weise
- Klassenfahrten
- Kollegium im Bild
- Motto der Schule
- Musik
- Namensgeber
- Praktikum
- Schulleitung
- Schulpflegschaft
- Schwerstbehinderte
- Schwimmen
- Sekretärin
- Sportfest
- Snoezelen
- Stufen
- Traum-Cafe
- Unterrichtszeiten
- Unterstützte Kommunikation
- Versorgungsküche
- Zeugnisse
A - Aller Anfang ist schwer
Aller Anfang ist schwer. Besonders für die „Kleinen“ in der Schule. Es ist alles neu, ungewohnt. Es gibt Regeln, Mitschüler, lange Tage in der Schule.
Da die Größe der Vorstufenklassen zwischen 7 bis 9 SchülerInnen liegt, achten die Lehrer und Lehrerinnen der Vorstufen besonders auf die Bedürfnisse einzelner Kinder, die erst einmal ihren Platz in der Schule finden müssen.
Langsam und spielerisch werden die „Kleinen“ mit dem Regelwerk, mit den organisatorischen Abläufen, mit dem Gebäude mit seinen vielen Räumen vertraut gemacht. Und auch das regelmäßige frische Luft schnappen, die Bewegungsrunde auf dem Schulhof gehören mit zum pädagogischen Konzept in der Vorstufenarbeit.
Informationsabende, Elternfrühstücke und Gespräche begleiten die Eltern beim Loslassen ihrer Kinder in den Schulalltag.
A - Arbeitsgemeinschaften
In jedem Schuljahr werden die Arbeitsgemeinschaften neu zusammengesetzt. Manche werden, weil ein Interesse von SchülerInnen artikuliert wurde, KollegInnen über spezielle Fertigkeiten verfügen oder ein besonderes Interesse haben, neu angeboten. Manche Arbeitsgemeinschaften bestehen schon über Jahrzehnte hinweg z.B. die Musik-AG. Einige haben nur Bestand nur für ein Schuljahr.
Der Dienstagnachmittag ist der AG-Tag. AG`s werden klassenübergreifend angeboten. Teilnehmen können alle SchülerInnen von der Mittelstufe an und aus den Familienklassen. Im laufenden Schuljahr gibt es:
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eine Fahrrad AG | eine Wasser AG | eine Fußball AG |
- eine Bücherei AG
- eine Kunst AG
- eine Schwarzlicht AG
- eine Spiele AG
- eine Nasch AG
- eine Schwerbehinderten AG
B - Band
Die Traugott-Weise-Schulband heißt "No name". Chefin der Schulband ist Astrid Henrichs-Schnellmann. Neben Auftritten in der Schule bei Schulfesten, Karneval, Gottesdiensten u.a. spielt die Band aber auch bei Stadtfesten, auf dem Weihnachtsmarkt, zu Karnevals- oder sonstigen Feiern in Kichengemeinden oder Bürgerhäusern.
B - Berufsschulpflicht
Die älteren Schüler erfüllen ihre Berufsschulpflicht in der Berufspraxisstufe. Die Schulpflicht ist mit Vollendung des 18 Lebensjahres beendet, kann jedoch auf Antrag der Eltern jeweils um ein Schuljahr verlängert werden (max. bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres), wenn der Schüler oder die Schülerin den Lernzielen der Schule weiter näher gebracht werden kann.
B - Bluesbrothers
| Chef der Bluesbrothers ist Michael Hewing-Wegrich. |
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B - Borbeck
Die Traugott-Weise-Schule liegt in Borbeck, einem Stadtteil im Essener Nordwesten. www.essen.de
Der Einzugsbereich der Schule ist jedoch sehr viel größer und reicht von Altenessen, Karnap im Norden bis nach Frohnhausen im Süden. Die Einzugsbereiche gehören nicht gerade zu den „Schöne Leute Vierteln“ in Essen und werden sozial geprägt durch einen hohen Ausländeranteil, eine hohe Arbeitslosigkeit und Armut.
Da der Einzugsbereich so groß ist, wird die überwiegende Zahl der SchülerInnen mit Schulbussen zur Schule gebracht.
Neben der Traugott-Weise-Schule gibt es in Essen zwei weitere städtische Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung:
C - Computer
In allen Klassen befinden sich Computer Ecken. Dort stehen den Schülerinnen und Schülern Computer mit entsprechenden Lernprogrammen zur Verfügung. Mittlerweile besitzen sie auch eine Verbindung ins Internet. Im Computer Raum verfügt die Schule über weitere Computer mit Internetzugang.
D - Differenzierung
Differenzierung im Unterricht bedeutet, allen Schülerinnen und Schülern ein ihnen angemessenes Lernangebot zu geben.
An unserer Förderschule für Geistige Entwicklung unterrichten wir Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lernmöglichkeiten.
Differenzierung wird deshalb an unserer Schule besonders groß geschrieben:
So gibt es sogenannte „äußere Differenzierungen“, in denen die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Lerngruppen eingeteilt werden, z.B. in Kurse und Arbeitsgemeinschaften. Dann gibt es auch „innere Differenzierungsmaßnahmen“ innerhalb des Klassenunterrichts, bei dem die Schülerinnen und Schüler zwar am gleichen Thema arbeiten, jedoch mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen und mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die das unterschiedliche Leistungsvermögen der Schüler berücksichtigen.
Neben dem Klassenunterricht bemühen wir uns, dem individuellen Förderbedarf durch Differenzierungsmaßnahmen und im Rahmen von Einzelförderung gerecht zu werden. Durch die personelle Besetzung der einzelnen Klassen ist es oft möglich, flexibel auf Bedürfnisse einzelner Schülerinnen und Schüler zu reagieren und in Lernvorhaben und Fachorientierten Lehrgängen (wie z.B. dem Schwimmen, Lesen, Schreiben, Rechnen) individualisierte, auf die besonderen Bedürfnisse zugeschnittene Lernangebote zu machen.
E - Ehemalige
Ehemalige Schüler und Schülerinnen besuchen immer wieder einmal ihre alten Lehrer und Lehrerinnen. Zu Schulfesten und besonderen Anlässen sind sie gern gesehene Gäste. Auch gibt es vielfältige Kontakte bei Besuchen und Praktika in den Werkstätten und in den Wohnheimen und-gruppen.
E - Eltern
Wir möchten viel von Ihnen. Wir erwarten Mitarbeit und Kooperation, Arbeitseinsatz und das Interesse, sich für die Belange der Schüler der ganzen Schule einzusetzen. In den Klassenpflegschaften, der Schulpflegschaft, in der Schulkonferenz haben sie formell die Möglichkeit ihren und den Anliegen ihrer Kinder Gehör zu verschaffen.
Bei gemeinsamen Veranstaltungen wie z.B.
- dem Elternfrühstück
- dem gemeinsamen Arbeitseinsatz bei Schulfesten
- über Mitteilungshefte
- bei Elterngesprächen
- bei Hausbesuchen
- während Hospitationen im Unterricht
- der Begleitung durch Eltern bei Tagesausflügen
gibt es zahlreiche Gelegenheiten, in denen Schule Wissen, Fähigkeiten und Können von Eltern gerne nutzt.
F - Feiern
Dies tun wir gerne und so häufig wie möglich, denn wir sind eine fröhliche Schule, in der neben viel ernsthafter Arbeit auch viel gelacht und gefeiert wird. Wir feiern jedes Fest, den Geburtstag eines jeden Kindes in der Klasse, den Geburtstag der Lehrer und Lehrerinnen, die Kirchenfeste und Brauchtumstage. Wir gehen dabei von der Überlegung aus, dass dieses den Kindern eine Strukturierung des Jahres erleichtert.
FSJ - Freiwilliges soziales Jahr
Die Traugott-Weise-Schule verfügt über zwei Plätze für Freiwillige im Sozialen Jahr. In diesem Schuljahr sind die Plätze besetzt. Sollten Sie sich für das kommende Schuljahr 2011/2012 interessieren, kontaktieren Sie bitte die Schule.
G - Eine kleine Geschichte der Traugott-Weise-Schule
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Der neu gestaltete Eingangsbereich. | Die neue Lehrküche im Erdgeschoß. | |||
Die Traugott‑Weise‑Schule ist, wie viele andere Förderschulen für Geistige Entwicklung, aus den ehemaligen Tagesbildungsstätten hervorgegangen. In ihrem Gründungsjahr 1975 bestand sie noch aus drei verschiedenen Gebäuden an drei verschiedenen Örtlichkeiten innerhalb Essens.
1980 kam dann der Umzug in unser jetziges Schulgebäude, dem ehemaligen Bethesda-Krankenhaus in Essen- Borbeck.
Fast zeitgleich mit der Nutzung des Gebäudes durch die Traugott‑Weise‑Schule wurden ein Schwimmbad und eine Turnhalle angebaut, die 1982 eröffnet wurden: Räumlichkeiten, die wir heute auf keinen Fall mehr entbehren wollen!
Durch dieses große, alte Gebäude verfügt die Schule über erhebliche Raumkapazitäten. Seit 2000/2001 arbeitet die Stadt Essen den im Laufe der Jahre angefallenen Instandhaltungs- und Renovierungsbedarf am Gebäude auf. So verfügt die Schule heute über eine nagelneue Lehrküche, eine renovierte Aula, eine neues Brandschutzsystem, neue Fenster und nach über 30 Jahren werden auch die Farbanstriche in den Fluren erneuert.
Nach und nach erfolgte im Laufe der Jahre die Ausstattung und Einrichtung zusätzlicher Förderräume: wie z.B. des Pränatalraumes, des Psychomotorikraumes, eines Raumes zur Förderung Schwerstbehinderter.
Gerade diese Räume wurden - ebenso wie viele Geräte - fast ausschließlich durch großzügige Spenden finanziert.
G - Ganztagsschule
Unsere Schule ist eine Ganztagsschule, d.h. unsere Schülerinnen und Schüler verbringen bis in den Nachmittag hinein ihre Zeit in der Schule.
H - Hausmeister
Der Hausmeister ist die gute Seele unserer Schule. Er heißt Peter Roth und kümmert sich um das Schulgebäude und um das Schulhofgelände.
Er wohnt auf dem Schulgelände und ist Ansprechpartner für Schüler, Lehrer, Besucher und Handwerker.
H - Homepage
Die Homepage der Traugott-Weise-Schule baut sich aus 2 Hauptmenüs auf: einem Menü für SchülerInnen und einem für an der Schule und der inhaltlichen Arbeit interessierte Erwachsene.
Als Förderschule für Geistige Entwicklung haben wir nur einen geringen Anteil lesender Schüler. Aus diesem Grund sind die Textbeiträge auf den Schülerseiten nur kurz. Großen Raum dagegen nehmen Fotos von Aktivitäten ein, an denen die Schüler teilgenommen haben.
Über die bebilderte Menüführung auf den Schülerseiten können Schüler auch ganz ohne Lesekenntnisse auf ihren Seiten navigieren. Da mittlerweile die PCs in den Klassen einen Zugang zum Internet haben, ist die Homepage auch ein Medium für die Schüler, sich beim Betrachten der Fotos und Videos noch einmal zu erinnern und darüber zu sprechen.
Die durchgängige Verlinkung ermöglicht einen schnellen Zugriff und Wechsel zwischen den verschiedenen Menüs und Inhalten.
Über das TWS-Logo gelangt man immer auf die Eingangsseite zurück.
K - Klassenfahrten
Klassenfahrten gehören in fast allen Klassen zu den Höhepunkten im Jahresverlauf.
Für Schulanfänger finden sie in der Regel in der näheren Umgebung Essens statt. Für ältere Schüler geht es jedoch in die weitere Umgebung z.B. bis nach Sylt (Bilder oben) oder auch an die holländische Nordseeküste.
In der Regel wird mit den jungen Schülern das außerhäusliche Übernachten vor einer Klassenfahrt in der Schule geübt.
Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler haben auf Klassenfahrten Gelegenheit, sich außerhalb von Schulorganisation kennen zu lernen und - mehr als das in der Schule möglich ist - den Alltag miteinander zu leben.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, ohne die "schützenden Hände" der Eltern über mehrere Tage in fremder Umgebung auszukommen. Dadurch kann der natürliche Ablösungsprozess vom Elternhaus im Sinne einer größeren Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit begonnen und voran gebracht werden. (Meistens haben damit die Eltern aber mehr Schwierigkeiten als die Schülerinnen und Schüler.)
Folgende Ziele werden bei Klassenfahrten schwerpunktmäßig verfolgt:
- Förderung der lebenspraktischen Selbständigkeit (z.B. sich selbst an- und ausziehen können)
- Förderung der Selbstbestimmtheit (z.B. Wünsche äußern, sich abgrenzen, etwas für sich regeln können)
- Einüben und festigen von flexiblem und adäquaten Sozialverhalten
- Sich auf eine fremde Umgebung einlassen und sich in ihr zurechtfinden
- Erlernen und Einüben von Freizeitverhalten
Neben den Klassenfahrten werden an der Schule eine klassenübergreifende Skifreizeit und eine klassenübergreifende Surffreizeit angeboten.
M - Motto der Schule
Besucher, Freunde, Spender erleben die Traugott-Weise-Schule als eine Schule, in der geistige Behinderung für die Betroffenen nur ein Merkmal ihrer Person ist. Hinter jedem Kind, Jugendlichen, Erwachsenen steckt immer ein ganzer Mensch, eine ganze Persönlichkeit, mit all' den vielen möglichen Facetten menschlichen Lebens.
Das Schulmotto der Traugott-Weise-Schule lautet deshalb:
Gemeinsam lernen, leben und arbeiten mit Kopf, Herz und Hand.
In diesem Motto kommt zum Ausdruck:
- dass sich Schüler und Schülerinnen und alle an der Schule tätigen Erwachsenen als eine Gemeinschaft sehen, in der das gegenseitige voneinander Lernen keine Einbahnstrasse ist.
- dass Lernen für SchülerInnen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in vieler Hinsicht Leben lernen bedeutet.
- dass Lernen nicht nur mit dem Kopf, sondern gleichzeitig mit dem Herzen und mit der Hand geschieht
- dass auch Lehren neben der Vermittlung von Inhalten sehr viel mit Herzlichkeit, Annahme, „sich gern haben“ zu tun hat.
M - Musik
Es singt und klingt an unserer Schule. Manchmal mehr laut als schön, immer jedoch mit viel Einsatz und Herz: sei es im morgendlichen Singkreis zur Gitarre in der Klasse, sei es in der Musik- Arbeitsgemeinschaft, im Chor, in den Proben und Auftritten der Schulband oder der Combo, in den Proben und der Aufführung eines Musicals, bei Schülerdiscos, Musik hören oder treffender „Musik dröhnen“ in der Pausenzeit.
N - Namensgeber und Wegbereiter der Sonderpädagogik
Johann Traugott Weise
Johann Taugott Weise wurde am 14. April 1793 in Langenau geboren. Schon früh verwaiste der Junge. Freunde ermöglichten ihm daraufhin den Besuch des Stiftsgymnasiums in Zeitz.
1812 trat Johann Traugott Weise in das Nebenseminar des Gymnasiums ein und wurde drei Jahre später "Zweiter Lehrer" an der Tochterschule in Zeitz. 1821 wurde er dann provisorisch, 1823 definitiv "Erster Lehrer" der Armenfreischule. Armenfreischulen wurden im 19. Jahrhundert in den deutschen Teilstaaten von Kindern der ärmsten Volksschichten besucht, deren Eltern das Geld für die kommunale Elementarschule nicht aufbringen konnten. In Berlin waren das um 1830 die Hälfte aller Schüler.
Von 1823 ab war Johann Traugott Weise Lehrer und später Leiter des Nebenseminars. Seit 1845 war er Vorsteher der Armenfreischule. In dieser Funktion widmete er sich der Reorganisation dieser Schule. In der Folgezeit wurde dort teilweise bessere Leistungen als in der Bürgerschule erzielt. Seine Verdienste wurden 1853 anerkannt, indem ihm das "Allgemeine Ehrenzeichen" anerkannt wurde. Am 19. November 1859 starb Johann Traugott Weise in Zeitz.
Bekannt blieb Johann Traugott Weise insbesondere durch seine Schrift von 1830: „Betrachtung über geistesschwache Kinder in Hinsicht der Verschiedenheit. Grundursachen, Kennzeichen und Mittel, ihnen auf leichte Art durch Unterricht beizukommen. Mit besonderer Rücksicht auf die Pestalozzi'sche Rechenmethode".
Diese Schrift weist den Autor als einen Lehrer aus, der sich einerseits ernsthaft um die Kenntnis seiner Schüler bemüht, sich um die Schwachen besonders sorgt und ihre Eigenart zu verstehen sucht: Andererseits scheint sich Johann Traugott Weise selbst ganz als Schüler J.H. Pestalozzis gefühlt zu haben.
Die Hilfe, die er geistesschwachen Kindern zu bieten versucht, erinnert stark an "die vorschulische Belehrung" in Pestalozzis "Buch der Mutter und das "ABC der Anschauung oder Anschauungslehre der Maßverhältnisse" (1800). Über die an der Armenfreischule seit 1803 bestehende Nachhilfeklasse für "geistesschwache Kinder" berichtet Johann Traugott Weise jedoch nicht. Hier wurde, nach einem Inspektionsbericht, noch 1849 „ …. für diese sinnbeschränkten Kinder ein spezieller Unterricht in wöchentlich 10 Stunden" erteilt". Dabei setzte sich der engagierte Lehrer für eigene „Lehranstalten für Geistesschwache" ein, „deren Menschheit oft mit Füßen getreten wird und die in den üblichen Schulen wie in einer Folterkammer" leiden.
Damit wurde Johann Traugott Weise zu einem Wegbereiter in der Sonderpädagogik.
P - Praktikum
Alle Schüler der Berufspraxisstufen nehmen jährlich an einem einwöchigen Praktikum in der Werkstatt für Behinderte Menschen teil. In seltenen Einzelfällen gelingt es uns auch einmal, für einzelne Schülerinnen und Schüler auf dem „1. Arbeitsmarkt“ eine Praktikumsstelle zu finden.
Praktikanten und Praktikantinnen sind auch an unserer Schule gerne gesehen. Wenn Sie sich für ein Praktikum an unserer Schule interessieren finden Sie nähere Informationen hier.
S - Schulleitung
- Herbert Hahn
Zur Person :
Zunächst absovierte er eine Ausbildung zum Matrosen bei der Handelsmarine, danach war er in verschiedenen Berufen an Land als Maschinenarbeiter in der Stahlindustrie, als Bauarbeiter, als Reparaturschweißer für den Bergbau, als Erzieher im Kinderheim tätig.
Nach 2-jährigem Besuch des Abendgymnasiums begann er 1977 mit dem Studium für das Lehramt Sonderpädagogik mit den Fachrichtungen Geistig- und Körperbehindertenpädagogik an der Universität in Dortmund.
Ab 1984 arbeitete er dann als Lehrer für Sonderpädagogik an verschiedenen Schulen für Geistigbehinderte.
Von 1990 bis 1994 war er Konrektor an der Hilda- Heinemann- Schule für Geistigbehinderte in Remscheid. Seit 1995 Schulleiter an der Traugott- Weise- Schule.
Neben der Arbeit als Schulleiter blickt er auf eine langjährige Tätigkeit als Moderator, Konzeptentwickler, Trainer, Referent in der Fortbildung für Leitungsmitglieder in Schule und Studienseminar in NRW zurück.
Seit 1982 ist er verheiratet, Vater von 2 Söhnen.
Sein Lebensmotto frei nach einem Zitat von Aldous Huxley (britischer Schriftsteller) lautet: Leben ist nicht das, was einem zustößt. Leben ist, was wir aus dem machen, was uns zustößt.
S - Schulpflegschaft
Schulpflegschaftsvorsitzende im Schuljahr 2011/12 ist Frau Holtei.
S - Schwerstbehinderte
Schwerstmehrfachbehinderte Schüler und Schülerinnen sind an der Traugott-Weise-Schule in die Klassen integriert. Es gibt keine speziellen Schwerstbehindertenklassen. Es gibt jedoch besondere Unterrichtsangebote für diese Schüler und Schülerinnen.
S - Schwimmen
Dank des schuleigenen Schwimmbades besteht für alle Schüler zweimal in der Woche die Möglichkeit am Schwimmunterricht teilzunehmen. Dabei kann der Hubboden von einer Wassertiefe von 30 cm bis auf 1,80 m abgesenkt werden. Das ca. 30 Grad warme Wasser hilft unseren kleinen Schwimmanfängern schnell, bestehende Ängste vor dem Wasser zu überwinden. Außerdem hilft es unseren Schülerinnen und Schülern mit einer Körperbehinderung bei ihren Bewegungsübungen im Wasser.
Nach einer spielerischen Wassergewöhnungsphase und dem Abbau von Wasserängstlichkeit lernt fast jeder Schüler schwimmen, nicht alle würden für ihren Schwimmstil die Stilnote 1 erreichen, jedoch alle lernen so gut schwimmen, dass die Gefahr des Ertrinkens auch in einer Wassersituation außerhalb der Schule nicht mehr gegeben ist. Darüber hinaus besuchen aber auch einige Schüler das öffentliche Hallenbad in Borbeck.
S - Sekretärin
Frau Kurzke hält die Fäden im Sekretariat der Schule in der Hand. Sie ist erste Ansprechpartnerin am Telefon, vermittelt Gespräche, schreibt die Briefe und Listen, organisiert das Büro.
S - Sportfest
Am 30.6.2010 fand das große Spiel- und Sportfest auf dem Sportplatz "Am Hallo" statt. Ausgerichtet von "special olympics" und der Lebenshilfe. Über tausend behinderte Sportler nahmen in diesem Jahr teil und hatten bei tollem sonnigen Wetter einen Riesenspaß. Neben Laufen, Werfen, Weitsprung konnten auch Disziplinen wie "Sack hauen", Stelzenlauf oder Air-Tramp Springen abgeleistet werden.
S - Snoezelen
Ende der siebziger Jahre wurde das aus den Niederlanden stammende Konzept des ‚Snoezelen' entwickelt. Menschen mit schwersten Behinderungen sollten Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, die für sie angemessen waren, geboten werden.
Das Kunstwort ‚Snoezelen' kommt aus dem Niederländischen und setzt sich aus den beiden Verben „snuffelen“ und „doezelen“ zusammen. „Snuffelen“ steht für das Prinzip der freien Entscheidung und „doezelen“ für Zuwendung und Geborgenheit (vgl. Brehmer 1994).
Auch an unserer Schule gibt es, wenn auch abgewandelt für Schüler mit erhöhtem Förderbedarf ein Zauberland. In diesem Raum versuchen wir durch eine Atmosphäre des „Sich-Wohl-Fühlens“ pädagogisch und therapeutisch positiv auf schwerstmehrfachbehinderte Schüler einzuwirken. Zu beschreiben ist dieser Raum nur schwer. Man muss ihn erfahren, in dem man sich einmal eine Zeit darin aufhält.
S - Stufen
Unsere Schule differenziert sich in fünf Stufen:
- Vorstufe
- Unterstufe
- Mittelstufe
- Oberstufe
- Berufspraxisstufe
- Als Besonderheit gibt es an unserer Schule sogenannte „Familienklassen“, in denen die Schülerinnen und Schüler in stufenübergreifenden Lerngruppen zusammengefasst sind, um hier insbesondere das soziale Lernen, also das Lernen von- und miteinander in den Mittelpunkt zu stellen.
In der Regel verbringen die Schüler und Schülerinnen zwei bis drei Schuljahre in einer Stufe.
T - Traum-Cafe
"Hm lecker, köstlich, kann ich mal das Rezept haben?" hört man immer wieder, wenn man am Donnerstag das Traum-Cafe besucht. Es stehen immer wieder neue leckere Kuchenvariationen auf der Theke. Und so mancher gute Vorsatz schwindet bei Baiser-Torte, Apfel-Crumble oder Käsekuchen. Zum Ausgleich stehen aber auch kalorienärmere Salate auf der Menükarte.
U - Unterrichtszeiten
Unterrichtszeiten sind Montags bis Donnerstags von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr und Freitags von 8.30 Uhr bis 12.20 Uhr.
U - Unterstützte Kommunikation
Für uns und die meisten anderen Menschen ist der Gebrauch von Kommunikation alltäglich.
Viele unserer SchülerInnen sind im Bereich der Kommunikation jedoch eingeschränkt. Sie können ihren Interaktionspartnern oftmals kaum oder gar nicht vermitteln, was sie ausdrücken wollen. Sie sind auf eine Unterstützung angewiesen, um Kommunikation aktiv zu erleben und erfahren zu können. Unterstützende Kommunikationshilfen gibt es viele. So sind z.B. Bilder und Symbole als Zeigeobjekte nicht aus unserer Schule wegzudenken. Auch mit Gebärden kommunizieren mittlerweile einige Schüler im Schulalltag.
Neben diesen sogenannten nichtelektronischen Kommunikationshilfen gibt es auch elektronische Kommunikationshilfen.
V - Versorgungsküche
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Frau Barrera, Frau Giesen, Frau Riwalski und Frau Lochthowe sind die Küchenfeen in den Ausgabeküchen der Schule, in denen morgens der Tee zubereitet wird und mittags ein Mittagessen ausgegeben wird | |||
Z - Zeugnisse
Zeugnisse gibt es an der Schule einmal im Jahr. Sie enthalten keine Noten, sondern eine Beschreibung der Unterrichtsinhalte und des Lernerfolges und Zuwachses im vergangenen Schuljahr.













